Yoga wird von vielen seiner Anhänger als eigenständige Sport- oder Meditationsart gesehen und betrieben. Die positiven Effekte von Yoga können aber auch von Athleten anderer Sportarten gezielt genutzt werden. Besonders für Sportarten, bei welchen Willensstärke und Flexibilität eine große Rolle spielen, sind die im Yoga erlernten Fähigkeiten sehr wichtig. So eignet sich Yoga dann auch als perfekte Ausgleichssportart für Kletterer oder Marathonläufer.

Flexibilität

Während viele Sportler großen Wert auf die Muskelkraft legen, wird die Flexibilität oft vergessen. Es ist jedoch so, dass in den meisten Kraftsportarten die Leistung durch eine Erhöhung der Flexibilität massiv gesteigert werden kann. Aus diesem Grund praktizieren sehr viele Spitzensportler Yoga als Ausgleichssportart. Da Yoga selbst nicht sehr kräftezehrend ist, eignet es sich perfekt für das Training an Erholungstagen.

Sehr beliebt ist Yoga bei Bergsteigern und Kletterern. Diese könnten zwar, zumindest theoretisch, die Wände auch mit bloßer Kraft bezwingen. Kombinieren sie den Kraftaufwand jedoch mit Flexibilität, dann kann dieselbe Wand mit sehr viel weniger Kraft bezwungen werden. Ein durch Yoga flexibel gewordener Sportler kann also bedeutend schwierigere Wände bezwingen als ein gleichstarker, unflexibler Kletterer.

Willensstärke

Yoga ist keine Sportart im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine ganzheitliche Philosophie und Lebenseinstellung. Aus diesem Grund wird Yoga von vielen auch als Meditationsart oder als Weg zur Entspannung verwendet. Der geistige Teil des Yogas eignet sich dann auch perfekt für viele andere Sportler. Sie können mit Yoga ihre Willensstärke aber auch den Fokus oder die Entspannung verbessern.

Ein praktisches Beispiel sind Marathonläufer. Ein Sportler, der sich während den sehr langen und kräftezehrenden Rennen entspannen und auf das Ziel fokussieren kann, hat einen klaren Vorteil. Dieser Vorteil wirkt sich aber nicht nur auf das Rennen selbst aus, sondern auch auf die Regeneration danach. Mit Yoga kann der Sportler sich sehr viel schneller entspannen und somit erholen. Damit kann er sich viel besser auf den nächsten Wettkampf vorbereiten.